Das Nationale Waffenregister präsentiert sich auf der IWA Outdoor Classics 2018 in Nürnberg 

Der Messestand des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) zum Nationalen Waffenregister (NWR) auf der IWA Outdoor Classics 2018 stand ganz im Zeichen der anstehenden Anbindung von Waffenherstellern und -händlern. Die Ständige Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK) hat zur Umsetzung der EU Feuerwaffenrichtlinie den Ausbau des NWR (NWR II) und dessen gemeinsame Finanzierung durch Bund und Länder beschlossen. Durch die EU wird das Vorhaben NWR II von Bund und Ländern über die Projektlaufzeit von 2016 - 2019 aus dem Fonds Innere Sicherheit gefördert. Das NWR wird unter Weiternutzung der bisherigen Komponenten zur Abbildung des Lebenszyklus einer Waffe von der Herstellung bis zur Vernichtung erweitert. Hierfür sind die relevanten Daten der Waffenhersteller und -händler standardisiert in das NWR zu übernehmen und laufend aktuell zu halten.

Eine unmittelbare Anbindung der aus dem Internet heraus agierenden Waffenhersteller und -händler an die Zentrale Komponente des NWR im Bundesverwaltungsamt (BVA) ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Zur sicheren Kommunikation der Waffenhersteller und -händler wird das aktuelle NWR-Verfahren daher um eine sogenannte Kopfstelle erweitert. Die Kopfstelle ist der Zentralen Komponente des NWR vorgelagert und für Waffenhersteller und -händler über das Internet erreichbar. Sie verfügt aber auch über eine geschützte Anbindung via Verwaltungsnetz an die Zentrale Komponente des NWR. Die Kopfstelle wird vom Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (DVZ) betrieben und ist zudem mit der notwendigen IT-Intelligenz ausgestattet, um Prozesse weitestgehend automatisiert abwickeln zu können.

Vertreter/-innen des BMI und der Betriebsorganisationen des NWR aus dem BVA, der Fachlichen Leitstelle NWR und dem DVZ konnten hierbei zahlreiche Fragen, u.a. zur Funktionsweise des Händlerportals, den bevorstehenden Meldepflichten und der Standardisierung von Waffen nach XWaffe beantworten und neue Impulse für die weitere Projektarbeit aufnehmen. Auch der Bayerische Staatsminister des Innern und für Integration, Joachim Herrmann, konnte sich auf seinem Messe-Rundgang einen ersten Eindruck von der geplanten Ausgestaltung des Händlerportals machen.

 Foto des Messestandes mit Vertretern des NWR im Gespräch mit Besuchern  Herr Lorenz von der DVZ im Gespräch mit dem bayerischen Staatsminister
 Messestand des NWR  Herr Lorenz von der DVZ im Gespräch mit
dem bayerischen Staatsminister des Innern